„Die neuen Frauen“ im Literaturcafé am 25.01.2015

Das Buch von Barbara Beuys „Die neuen Frauen – Revolutionärinnen im Kaiserreich“ steht am Anfang der Veranstaltungsreihe „Literatur-Café am Sonntag Nachmittag“ des Jahres 2015. Claudia Bröcher stellt das Buch am Sonntag, 25. Januar 2015 um 15.00 Uhr im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt vor.

Die Autorin beschreibt die Geschichte der Frauenbewegung im deutschen Kaiserreich. Dort gewinnen die Frauen an Einfluss und werden allmählich zu einem wichtigen Teil des öffentlichen Lebens. Frauenvereine bringen Themen wie Sexualität und Scheidung zur Sprache. Doch mit dem Ersten Weltkrieg findet die soziale Revolution ihr vorläufiges Ende. Barbara Beuys beschreibt lebendig und anhand vieler Lebensbilder den Ausbruch der Frauen aus dem alten Geschlechtermodell.

An 11 Sonntagen stellen wir die literarischen Zeugnisse von Revolutionären und Revolutionärinnen vor“, erläutert Prof. Dr. Wolfgang Popp (Universität Siegen) das Literaturprogramm. „Die Veranstaltungsreihe ist den Revolutionärinnen und Revolutionären und ihrem Widerstand gewidmet. Widerstand mit der Feder und mit dem Geist gegen eine falsche Politik, gegen die Missachtung der Menschenrechte, gegen Inhumanität und gegen Krieg.“

Vorgestellt werden u.a. Denis Diderot, Stefan Heym, Rosa Luxemburg, Clara Zetkin, Carl von Ossietzky. Mit Kaffee und Kuchen sorgt das Literaturcafé auch für das leibliche Wohl der Besucher und Besucherinnen.

Literarische Zeitzeugen für Frieden und Toleranz

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an den Holocaust (27. Januar) unterbreiten die Friedenspädagogen Bernhard Nolz und Wolfgang Popp für Schulklassen, Jugend- und Erwachsenengruppen, die sich mit der Geschichte des Holocaust beschäftigen wollen, ein lehrreiches Angebot.

„In unserem Buch „Leben im Zeichen von Verfolgung und Hoffnung“ (LIT-Verlag Münster 2013) stellen wir 18 jüdische Autorinnen und Autoren und ihre Texte vor. In einer Zeit, in der fast alle Zeitzeugen – wie die meisten der BuchautorInnen auch – verstorben sind, bleiben uns die schriftlichen Überlieferungen, in denen auf sehr unterschiedliche Weise die Erlebnisse in den schrecklichen Zeiten des deutschen Faschismus und des 2. Weltkrieges verarbeitet worden sind.“

Die beiden Herausgeber des Buches, Bernhard Nolz und Wolfgang Popp, bieten jetzt an, zur Vorstellung des Buches und/oder ausgewählter Autorinnen und Autoren in die Schulen und zu anderen Gruppen zu kommen. Kosten entstehen keine; eine Spende für die Friedensarbeit im Zentrum für Friedenskultur (ZFK) ist willkommen.

Bernhard Nolz, pensionierter Lehrer und Friedenspreisträger: „Wir möchten in Generationen übergreifender Weise erreichen, dass die jungen Leute zusammen mit uns Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegenüber den geschundenen Menschen des Holocaust entwickeln. Darüber hinaus können wir zeigen, wie die Menschen selbst in größter Not zusammenhalten und solidarisch Widerstand gegen die Unmenschlichkeit leisten. Die Möglichkeiten und Grenzen der Gewaltfreiheit werden dabei deutlich.“

Kontakt: 0271-20596 / nolzpopp@web.de