Literaturcafé am 28.02.16 – Josef Roth – verzweifelt heimatlos

Literaturcafé am 28.02.16 – Josef Roth – verzweifelt heimatlos
Der Schriftsteller Joseph Roth – (1894 – 1939) wird am 28. Februar 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag von Peter Schmöle vorgestellt.
Veranstaltungsort ist das Zentrum für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt.
Die Romane von Josef Roth sind auch heute noch lesenswert, ja höchst aktuell. In Mehreren geht es um Flüchtlinge, um die Schicksale von Menschen, die ihre Heimat und damit auch ihre Orientierung und den Lebenssinn verloren haben. Auch Roths wohl bekanntester Roman „Radetzkymarsch“ (1932) wird im Literaturcafé vorgestellt.
„Es kommt nicht auf die Wirklichkeit an, sondern auf die innere Wahrheit.“ Dieser Ausspruch Joseph Roths galt nicht nur für seine schriftstellerischen, sondern in gleichem Maß für seine zahlreichen journalistischen Arbeiten. Als einer der bekanntesten Journalisten der 1920-er Jahre genoss er hohes Ansehen in der westlichen Welt, war aber innerlich zerrissen zwischen seiner jüdischen Herkunft und seinem untergegangenen Heimatland Österreich-Ungarn. In vielen seiner Romanen schildert er trauervoll dessen Niedergang. 1933 in die Emigration gezwungen, blieb er zwar literarisch produktiv, aber erlitt immer mehr Schicksalsschläge, die ihn am Leben verzweifeln ließen. Er starb alkoholsüchtig und verarmt 1939 in einem Pariser Armenhospital.
Das Literaturcafé bietet zur Lesung warme und kalte Getränke und Kuchen zu günstigen Preisen.
Auskunft erteilt Wolfgang Popp (0271-20596) www.friedenspaedagogen.de