Ostermarsch 2016: Stopp deutscher Waffenexporte in Kriegsregionen

 

Ostermarsch 2016: Stopp deutscher Waffenexporte in Kriegsregionen

Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) empfiehlt, den diesjährigen Osterausflug mit der Teilnahme am Ostermarsch 2016 zu verbinden.

Kommt zum Ostermarsch Büchel am Ostermontag, 28. März 2016, 15.00 Uhr: Kundgebung in der Nähe vom Haupttor des Fliegerhorstes Büchel/Eifel gegen die Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. Rolf Plessner, Friedensaktivist aus Siegen, fährt hin und sucht noch eine Mitfahrerin/einen Mitfahrer. Tel: 0271-20521.

Kommt zum Ostermarsch Rhein-Ruhr vom 25. – 28. März 2016 u.a. in Düsseldorf, in Gronau und in mehreren Städten des Ruhrgebiets mit Abschlussveranstaltung in Dortmund.

„Die Ostermarsch-Proteste richten sich in erster Linie gegen die deutschen Waffenexporte an die kriegführenden Staaten im Nahen Osten und gegen den Kriegseinsatz deutscher Tornados in Syrien. Die Rüstungsexporte und die Kriegseinsätze in Syrien steigern die Verzweiflung der dort lebenden Menschen, die dann ihre letzte Hoffnung in der Flucht nach Europa sehen. Die Kriegspolitik der Bundesregierung und der anderen Staaten muss deshalb sofort gestoppt werden“, erklärt Bernhard Nolz, Aachener Friedenspreisträger und Geschäftsführer des ZFK Siegen.

info@zfk-siegen.net

www.friedenspaedagogen.de

 

RWE in der Krise: Keine Dividende! Was können die Kommunen tun?

Stellungnahme der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) zu Medienberichten über die Ankündigung von RWE, in diesem Jahr keine Dividende zahlen zu wollen.
RWE in der Krise – was können die Kommunen tun?
Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) sind eine Initiative, die sich seit 35 Jahren für Frieden und Gerechtigkeit und für friedliche, konstruktive Konfliktlösungen einsetzt, z.B. in der RWE-Krise.
Nie war die Verhandlungsposition der kommunalen Anteilseigner von RWE besser als heute.
Mit der Ankündigung einer Null-Dividende bringt RWE die Kommunen in echte Finanznöte. Damit haben die Kommunen die Moral schon mal auf ihrer Seite.
Das weiß die RWE-Geschäftsführung und das weiß die NRW-Landesregierung.
Erstere wird möglicherweise eine symbolische Kommunaldividende aus zu geben bereit sein. Der Letzteren wird nichts Anderes übrig bleiben, als die Mindereinnahmen der Kommunen mit Haushaltsmitteln des Landes auszugleichen. Beide Finanzzuwendungen würden als Strohfeuer in den kommunalen Haushalten verbrennen. Nichts würde sich ändern.
Und nun mal aufgepasst, Kommunen!
Was wäre, wenn man RWE anbieten würde, auf eine Kommunaldividende verzichten zu wollen, wenn RWE den gleichen Betrag oder auch mehr in eine gemeinsame Sozialgenossenschaft von RWE, Kommune und Bürgerinnen und Bürgern einzahlt, die die schrittweise Re-Kommunalisierung der Stromerzeugung und -verteilung zum Ziel hat. Ein solches Zukunft-weisendes Konzept ist RWE den Kommunen quasi schuldig, und RWE, Kommunen und BürgerInnen wären Gewinn-beteiligt und könnten die kommunale Energieversorgung auf eine sichere Grundlage stellen. Die notwendigen Investitionen würden nebenbei mit dazu beitragen, RWE aus der Finanzkrise heraus zu führen.
Und jetzt kommt es noch besser!
In den nächsten Jahren müsste das Land NRW diesen Energie-Umstellungsprozess in den Kommunen mit Landesmitteln fördern. Das aber ginge Landes-seitig am besten, wenn die Schuldenbremse fiele, die das Land und die Kommunen zur Handlungsunfähigkeit verdammt. Leider gibt es PolitikerInnen in NRW, die das noch nicht begriffen haben, oder noch schlimmer, die genau diese Handlungsunfähigkeit erzeugen wollen, damit der Widerstand gegen Sozialabbau und den drohenden kulturellen Kahlschlag in den Kommunen gebrochen wird.
Auf die LandespolitikerInnen kommen also Entscheidungen zu, bei denen sich erweisen wird, wem das Wohl der Kommunen und ihrer BürgerInnen am Herzen liegt.
Im Endeffekt wäre, wenn unseren Vorschlägen gefolgt wird, eine typische Win-Win-Situation erreicht, denn alle hätten Vorteile von der Lösung starker kommunaler Stromversorger in Kooperation mit RWE. Wahrscheinlich erscheint Vielen diese Lösung als zu utopisch, weil sie seit Jahren darauf getrimmt wurden, dass es immer Sieger und Verlierer im marktwirtschaftlichen Wettbewerb geben muss. Denkste!
Eine kommunale Energieversorgung nach obigen Muster kennt nur Gewinner und ist für alle gut!
Deshalb: Die RWE-Aktien-besitzenden Kommunen sollten jetzt solidarisch zusammen halten und diese einmalige Chance zur Durchsetzung ihrer Interessen konstruktiv nutzen. Sie kommt nicht so schnell wieder.
Das vermutet Bernhard Nolz.
Aachener Friedenspreisträger, Träger des Preises für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung, Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF), Geschäftsführer des Siegener Zentrums für Friedenskultur (ZFK)
Kölner Str. 11, 57072 Siegen, 0271-23568535, 0171-8993637, nolzpopp@web.de www.friedenspaedagogen.de

Literaturcafé mit Jean-Baptiste Molière

Literaturcafé am Sonntag 20. März 2016
Der französische Autor Jean-Baptiste Molière (1622 – 1673) wird am Sonntag, 20. März 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag von Jürgen Simon vorgestellt.
Das Literaturcafé im Zentrum für Friedenskultur, Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt feiert im Jahr 2016 sein 10-jähriges Bestehen mit einer Lesereihe unter dem Motto „Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“.
Jean-Baptiste Molière, der Lieblingsautor von Jürgen Simon, gehört zu den Gesellschaftskritikern des 17. Jahrhunderts. Als Autor, Schauspieler, Sänger,Tänzer und Schauspieldirektor spielte er von 1645 bis 1658 mit seinem “Illustren Theater” in den französischen Provinzen.
Diese Erlebnisse und Erkenntnisse befähigten ihn zur Kritik an Klerus, Staat, Höflingen und Adel. Er zog sich die Feindschaft der Devoten, des Adels und der Königin zu. Erst deren Sohn, Ludwig XIV., favorisierte ihn und ernannte die Truppe 1665 zur “Theatertruppe des Königs”.
Kein anderer französischer Klassiker wird heute noch so oft aufgeführt wie Molière. In Meisterwerken wie “Der Menschenfeind” oder “Schule der Frauen” erkennt man den Repräsentanten für die frühe Aufklärung, Freiheit, Kritik, Genie, Menschenfreundlichkeit und das Eintreten für die Emanzipation der Frauen.