Ende der Fuchsjagd – Literatur mit Friedrich Kröhnke am 24.04.

 

Zurück vom Mondgebirge – Ende der Fuchsjagd

Ein besonderes Ereignis erwartet die BesucherInnen des Literaturcafés am Sonntag Nachmittag, dem 24. April 2016 um 15.00 Uhr.

Bei Kaffee und Kuchen stellt Crauss den Berliner Autor Friedrich Kröhnke vor, der im März dieses Jahres 60 Jahre alt geworden ist.

Und der Clou! Friedrich Kröhnke wird beim Literaturcafé anwesend sein und gemeinsam mit Crauss die Lesung gestalten.

Veranstaltungsort ist das Zentrum für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt.

Friedrich Kröhnke ist einer der bedeutendsten Autoren der Schwulen Emanzipationsbewegung der 80-er Jahre. Er schrieb so aufrührerische Texte wie „Knabenkönig mit halber Stelle“, „Was gibt es heute bei der Polizei?“ oder „Die Atterseekrankheit“. 2016 erschien sein jüngstes Buch „Ende der Fuchsjagd“, eine Sammlung älterer und neuerer Erzählungen.

Zum 10-jährigen Bestehen der Lesereihe im ZFK lautet das Motto: Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“, erlklärt der Organisator der Lesereihe, Prof. Dr. Wolfgang Popp. „Als Crauss vorschlug, Friedrich Kröhnke zu dessen 60. Geburtstag einzuladen, war ich gleich begeistert, den ich gehöre auch zu den Liebhabern von Kröhnkes Romanen.“

Friedrich Kröhnke gilt als feinsinniger Stilist. Seine Romane schwingen lange im Leser nach, stets beschreibt der Autor auch sein eigenes Leben, vor allem aber erzählt er Geschichten von der Liebe, von der Unrast des Neurotikers und vom Reisen, ohne wirklich anzukommen: einmal um die Welt und darüber hinaus.

In Kröhnkes Miniaturen und frühen Romanen geht es ums Erwachsenwerden, die erste sinnliche Begegnung mit Büchern, um die geröteten Wangen beim Verschlingen von allem, was man als Jugendlicher in die Hände kriegen kann. Es sind diese ersten Bücher, die eine unbestimmte Sehnsucht nach Ferne und nach großen Gefühlen wie in alten Filmen erzeugen. Und es ist der ältere Herr auf der Domplatte oder in der U-Bahn, der dem Füchschen zeigt, was es so gibt. Freilich, dieser Herr bleibt allzu oft allein zurück, enttäuscht, ein gealterter Stromer, dessen einzige Chance zu überleben jene ist, sich bald wieder auf den Weg zu machen mit einem neuen jungen Gefährten.