Antikriegstag 2017

 

1. September – Antikriegstag

Für den Siegener Bernhard Nolz ist der 1. September, der Antikriegstag, ein ganz besonderer Tag. Seit 15 Jahren reist er am 1.9. nach Aachen, um an der dortigen Verleihung des Aachener Friedenspreises als Ehrengast teilzunehmen. Er selbst erhielt den Aachener Friedenspreis im Jahr 2002 für sein mutiges Eintreten für den Frieden und gegen den beginnenden Afghanistankrieg in der Folge der Anschläge vom 11. September 2001 in New York.

Kurioserweise bekam ich den Preis erst am 3. September überreicht“, erklärt Bernhard Nolz schmunzelnd, „weil der 1. September 2002 auf einen Sonntag gefallen war.“

Bernhard Nolz ist vor mehr als dreißig Jahren über eine Veranstaltung zum Antikriegstag zur gewerkschaftlichen Friedensbewegung gekommen. Der Antikriegstag beruht auf einer Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) aus dem Jahr 1966. In der DDR wurde der 1. September seit den 1950-er Jahren als „Tag des Friedens“ bzw. als „Weltfriedenstag“ gefeiert.

Bernhard Nolz: „In den 1980-er Jahren lebte ich in Kiel und habe mich in der Friedensbewegung engagiert und als Lehrer in der Friedenserziehung in der Schule und in der Lehrerfortbildung betätigt. Bevor ich 1994 nach Siegen gezogen bin, war ich vier Jahre lang am SCHIFF, dem Friedensforschungsinstitut der Kieler Universität, als Friedenspädagoge beschäftigt.“

Im September gibt es noch einen weiteren Tag des Friedens. Die Vereinten Nationen (UN) haben 1981 den 21. September zum Weltfriedenstag erklärt. Und der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ruft seit 2004 für den 21.09. zum „Tag des Gebets für den Frieden“ auf. Wegen des Todes seines 1. Vorsitzenden kann das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) eine geplante Veranstaltung zum Weltfriedenstag 2017 nicht mehr verwirklichen.

Bernhard Nolz: 0171-8993637, 0271-23568535

nolzpopp@web.de

www.friedenspaedagogen.de

 

Rückkehr zur Vernunft

 

Rückkehr zur Vernunft

Mahnwache für eine atomwaffenfreie Welt wird fortgesetzt

Das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) setzt die Mahnwache für eine atomwaffenfreie Welt noch eine Woche fort.

„Die aktuellen politischen Ereignisse haben uns dazu veranlasst“, erklärt ZFK-Geschäftsführer und Friedenspreisträger Bernhard Nolz in einer Pressemitteilung des ZFK. „Die gegenseitigen Bedrohungen von USA und Nordkorea mit einem Atomschlag sind Anlass zu großer Sorge. Wir fordern von den Politikern eine Rückkehr zur Vernunft.“

Im Eingangsbereich des ZFK in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt können Kerzen für den Frieden aufgestellt werden und die Passanten haben Gelegenheit, den Aufruf zum Abzug der US-Atomwaffen in Büchel/Eifel zu unterzeichnen.

 

Für eine Welt ohne Atomwaffen

 

Für eine Welt ohne Atomwaffen

An die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki am 6./9. August 1945 erinnert das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK).

„Zum Gedenken an die Opfer werden wir vom 6. bis 9. August Kerzen am ZFK aufstellen“, erklärte Bernhard Nolz, Aachener Friedenspreisträger und ZFK-Geschäftsführer.

Er erinnert daran, dass die Friedensbewegung seit langem von der Bundesregierung fordert, den Vertrag mit den USA über die Lagerung von Atombomben in Büchel/Eifel aufzukündigen.

Nur so kann verhindert werden, dass im Kriegsfall deutsche Kampfflugzeuge diese Atombomben über Europa abwerfen.

„Mit der Mahnwache soll auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Bundesregierung sich weigert, dem Vertrag zum Verbot von Atomwaffen vom Juli dieses Jahres beizutreten.

Dieses Spiel mit dem atomaren Feuer ist unverantwortlich.

Von einer Friedenspolitik ist bei der Bundesregierung und den sie tragenden Parteien nichts zu erkennen.

Der „ Hiroshima-Gedenktag“ ist der richtige Anlass, von den Politiker*innen in aller Welt zu verlangen, dass sie den Frieden mit friedlichen Mittel durchsetzen“, sagt Bernhard Nolz, der auch Bundessprecher der Pädagog*innen für den Frieden ist.

nolzpopp@web.de, 0171-8993637, 0271-23568535