Bernhard Nolz – Bildung holterdiepolter

 

Bernhard Nolz Bildung holterdiepolter

Mecklenburg-Vorpommern ist für seinen norddeutschen Weitblick und – trotz einer gewissen geografischen Nähe zu Berlin – für seine bundespolitische Bedeutungslosigkeit bekannt. Den neuen Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Helmut Holter, seit Jahren (oder sind es schon Jahrzehnte) erfahren in Schweriner Küchen- und Real-Kabinetts-Politik, hielt es nun nicht länger im windigen deutschen Nordosten. Halb wurde er gezogen, halb zog es ihn. Wohin? Ins Herzen von Deutschland, nach Thüringen. Ein Versorgungsfall? Wohl eher politische Seelenverwandtschaft, wie wir noch sehen werden.

Und dort in Thüringen nun hat er endlich sein eigenes Herz entdeckt. Es schlägt für die Bildungspolitik. „Es kommt, wie es kommt“, sagt er. „Da schwimme ich mich frei“, sagt er. „Da kommt meine berufliche Herkunft mir zugute“, meint er, der Betontechnologe und – fast hätte ich es unterschlagen – der Gesellschaftswissenschaftler mit Abschluss in Moskau.

Das erinnert mich an ein Gespräch vor 18 Jahren mit dem Bürgermeister unserer Stadt, in dem wir ihm im UN-Jahr für eine Kultur des Friedens unser neu gegründetes Zentrum für Friedenskultur vorstellen wollten. Mit der „Wiedervereinigung“ hatte unsere Stadt ihr Motto „Im Herzen Deutschlands“ verloren. Jetzt trägt sie den Namen „Universitätsstadt“ und muss sich dessen nun doch nicht schämen, weil die CDU/FDP-Landesregierung ihren Plan, von ausländischen Studierenden Gebühren zu erheben, fallen gelassen hat.

In besagtem Gespräch erläuterte uns der Bürgermeister, ein gelernter Betonbau-Ingenieur, dass bei uns schon alles gut geregelt sei. Die Vorschriften, z.B. für die Verlegung von Kabeln, würden hier im Rathaus, in der ganzen Stadt und im ganzen Land gelten. Da brauche man nichts Neues, auch nicht für den Frieden oder für sonstigen Luxus. „Ach so“, verabschiedeten wir uns vorzeitig und wünschten „Glück auf“.

Ganz so Beton-mäßig ist der neue Kultusministerkonferenzpräsident erklärtermaßen nicht drauf. „Ich bin der Überzeugung“, sprach er, „dass Ost und West viel zu wenig miteinander reden. Schüler und Schülerinnen aus beiden Teilen Deutschlands müssen in einen tieferen innerdeutschen Gedankenaustausch und Dialog treten.“

Geprägt werden solle dieser Austausch, so der KMK-Präsident, ehemaliges SED-Parteimitglied, wie er selbst bekennt, durch eine stärkere Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur in der DDR. Die komme in den Schulen noch zu kurz, genauso wie die Demokratiebildung, sagt der KMK-Präsident, der so tut, als wüsste er nichts davon, dass im Bund und in den Ländern der Abbau sozialer und demokratischer Rechte auf der Tagesordnung steht und der Weg in die marktkonforme Demokratie, die keine Demokratie mehr ist, systematisch betrieben wird.

Jetzt ahnt man, wohin die Seelen-verwandtschaftliche Arbeitsteilung führen soll. Nachdem der thüringische Ministerpräsident der Autobahn-Privatisierung zugestimmt hat, soll der thüringische KMK-Präsident nun der bevor stehenden Privatisierung der Schulen, getarnt als Privat Public Partnership, den Weg bereiten und durch die Festlegung der Schüleraustausch-Koordinaten auf die Spaltung in Ost/West von der Privatisierungslüge ablenken.

Die von Holter vertretende neoliberale Bildungspolitik der Spaltung der Schüler-, Lehrer-, Elternschaften und der Privatisierung der Bildungschancen steht im krassen Gegensatz zur Inklusion und der UN-Behindertenkonvention, zu dessen Umsetzung Deutschland sich verpflichtet hat.

Wie schafft ihr Inklusion?“ Das allerdings wäre eine anregende Kernfrage für ein Schulaustauschprogramm mit europäischen und demokratischen Dimensionen. Im Moment aber setzen die Bildungspolitiker*innen alles dran, die Inklusion ihren Privatisierungsgelüsten zu opfern. Zu der Ablenkungsstrategie passt, dass holterdiepolter ein Austauschprogramm erfunden wird, das „tatsächliche Diktaturerfahrung und heutige Zeit zueinander kommen lässt“, wie Holter sagt. Erinnerungsarbeit geht anders! Inklusion auch.

Inklusion im Bildungsbereich heißt, dass alle Schüler*innen, mit und ohne Behinderung, in „einer Schule für alle“ gemeinschaftlich beschult und individuell optimal gefördert werden. Inklusion zu verwirklichen bedeutet aber auch, gesellschaftliche Bedingungen zu schaffen, dass alle Gesellschaftsmitglieder gleich behandelt und geachtet werden, niemand ausgegrenzt wird und es jedem Menschen ermöglicht wird, einen Beitrag zum Gelingen des gesellschaftlichen Zusammenlebens leisten zu können.

Die neue NRW-Schulministerin Gebauer will von Inklusion nichts wissen. Eine Sofort-Maßnahme war die Einschränkung des Rechts auf freie Schulwahl für Schüler*innen mit Behinderung, wenn die gewünschte Schule die Voraussetzungen für Inklusion nicht erfüllt (z.B. kein qualifiziertes Personal, nicht barrierefrei!). Verbunden war ihr Erlass mit einem zynischen Hinweis auf den von ihr garantierten Bestandsschutz für Förderschulen. Die Einschränkung der freien Schulwahl soll demnächst nicht nur für behinderte Schüler*innen gelten. Nach dem Motto „Gleichheit in der Ungleichheit“ soll Eltern und Schüler*innen die freie Wahl der weiterführenden Schule nach der gemeinsamen Grundschule verwehrt werden.

Muss man Gebauer, Holter u.a. wirklich noch erklären, dass eine zeitgemäße, leistungsfähige Schule nur eine inklusive Schule von Klasse 1 – 13 sein kann, plus Kita- und Vorschulbereich sowie Übergangsbeihilfen zur beruflichen Bildung?

Für alle Zweifler noch ein Tipp: Mit dem Dunkelcafé Siegen haben wir einen außerschulischen Lernort geschaffen, der Inklusion praktisch erfahrbar macht. Dort arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung ehrenamtlich zusammen. Die Besucher*innen kommen von nah und fern. Ich gehe davon aus, dass der KMK-Präsident und seine Kolleg*innen sich bald zu einem Besuch anmelden.

(www.dunkelcafe-siegen.de)

Der Beitrag erschien zuerst in „Ossietzky“, Zweiwochenzeitschrift für Politik/Kultur/Wirtschaft, Nr. 8, 21. Jahrgang vom 21.04.2018.

 

 

„Titus und Tollpatsch. Das Antisemismus-Referat“ von Bernhard Nolz

 

Vorwort zur Kurzgeschichte

Titus und Tollpatsch. Das Antisemismus-Referat“

von Bernhard Nolz

Angesichts der destruktiven Kriegspolitik der Bundesregierung nach außen und der Kriegspropaganda, vor allem gegenüber Russland, und in Anbetracht steigender Repressionen im Innern und einem fortwährenden Rassismus von Mitgliedern der Bundesregierung sollten wir nicht nachlassen mit unserer Kritik an den Gewaltpraktiken und der Gewalt-Verherrlichung durch die Politik-, Wirtschafts- und Medieneliten in Deutschland.

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die internationale Friedensbewegung mit ihrer Forderung nach Frieden und Gerechtigkeit durchsetzen wird. Die Millionen getöteter und vertriebener Menschen im letzten Jahrzehnt lassen uns nicht ruhen, das Ende von Kriegen, Rüstungsexporten, Wirtschaftssanktionen und Geheimdienstattacken gegenüber anderen Völkern und Staaten zu fordern.

Mit meiner Kurzgeschichte „Titus und Tollpatsch. Das Antisemismus-Referat“ reihe ich mich ein in die Liste der Autorinnen und Autoren, die sich für ein friedliches Miteinander von Menschen und Völkern und ihren Kulturen einsetzen.

Über Rückmeldungen freut sich Bernhard Nolz.

nolzpopp@web.de

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Bernhard Nolz

Titus und Tollpatsch

Das Antisemismus-Referat

Ägypten ist überall auf der Welt. – und der Antisemismus. Er hat das Gymnasium unserer Stadt erreicht.

I.

Titus und Mary treffen sich Freitag Mittag nach der Schule in ihrer Stammkneipe.

Na, wie war’s?“, fragte Titus.

Dumme Frage“, sagte Mary, „Tollpatsch hielt wie immer seine Monologe.“

Klar, meinte ja nur die Themenaufgabe fürs nächste Mal.“

Wir sollen ein Impulsreferat über das Thema „Antisemismus in Theorie und Praxis“ vorbereiten.

Ich befürchte, ich bin nächste Woche dran.“

Tollpatsch macht das gerne, damit keiner auf die Idee kommt, sich raus reden zu wollen.“

Weiß ich, warst du schon Internet?“

Ja, gibt nichts zu Antisemismus. Können wir sowieso nicht benutzen, lässt Tollpatsch nicht gelten, weißt du doch. Kommt mir nicht mit der Internet-Scheiße, sagt er immer.“

Sag mal, was ist denn nun los? Hat der Treide uns diesmal gänzlich ausgetrickst, dass zu dem Begriff nichts im Internet steht.“

Hatte ganz vergessen, dass Tollpatsch Herr Treide heißt.“

Torsten Treide ohne „h“ hat er sich ganz am Anfang vorgestellt.“

Wie kam es dann zu seinem Namen Tollpatsch?“

Lukas veranstaltete gerade mal wieder seine wunderbare „Zarah Leander Show“, als Treide in die Klasse kam. „Setz dich hin, Lukas“, sagte Treide. Lukas tänzelte zu seinem Platz und wollte sich setzen. Einer zog rechtzeitig den Stuhl weg und Lukas landete auf seinem Arsch. „Einige finden dich toll“, sagte Treide, „aber du bist nur ein lächerlicher Tollpatsch.“ Da hatte Treide seinen Namen weg: Tollpatsch.“

Der will uns in die Bibliothek treiben“, sagte Titus.

Wir treffen uns mit den Anderen am Dienstag in der Mensa“, sagte Mary. „Vielleicht hat bis dahin schon einer was raus gefunden.“

Ich bestimmt nicht“, sagte Titus, „ich will zum Musik-Festival nach Holland, da hab ich für Antisemismus keine Zeit.“

Wie heißt das Festival und wo ist das?“

Geheimtipp, liebe Mary. Für ’ne Kippe sag ich’s dir.“

Bin immer noch Nichtraucherin. Weißt du doch.“

II.

Am Dienstag sitzen Cilly und Mary, Titus, Lukas und Moritz in der Mensa zusammen.

Scheiß Mensafraß.“

Du solltest auf veganes oder vegetarisches Essen umsteigen, Titus“, sagte Mary.

Schon die alten Ägypter“, sagte Lukas, „wussten frische Früchte und Gemüse zu schätzen.“

Sonst wären sie auch nicht so alt geworden“, ergänzte Moritz lachend.

Was soll der Scheiß?“

Ach Titus“, sagte Cilly, „man merkt, dass du das ganze Wochenende nur gesoffen und gekifft hast, während wir nach dem Antisemismus gesucht haben.“

Und wir sind fündig geworden.“

Antisemismus leitet sich her von Sem.“

Sem ist die Bezeichnung für eine altägyptische Gottheit.“

Im Laufe der Zeit gibt es unterschiedliche Zeichen …“

Du meinst Hieroglyphen“, warf Titus ein.

Genau, unterschiedliche Schreibweisen für die Gottheit Sem, die auch Dem genannt wird, was auf eine schwarzafrikanische Herkunft hinweist.“

Auf Grabbeigaben findet sich häufig beim Namen Sem der Zusatz: Der seine Feinde zu Fall bringt.“

Woher habt ihr das alles?“

Ich doch noch Internet“, sagte Mary, „aber Moritz‘ Eltern haben einen 24-bändigen Brockhaus und Lukas konnte bei seinen Großeltern Meyers Konversations-Lexikon in 19 Bänden aufstöbern.“

Hauptsache das Bertelsmann Lexikon ist nicht dabei. Sonst zerreißt uns Tollpatsch in der Luft. Jeder Kleinbürger, sagt Tollpatsch, hat das Bertelsmann Lexikon in seinem Bücherregal. Spießiger geht’s nicht, sagt Tollpatsch, zu glauben, man könne die ganze Welt in ein 8 cm breites Buch pressen.“

Cillys Tante Else heißt Trautmann und entpuppte sich bei einem Besuch von Cilly als Hobby-Ägyptologin.“

Von der habe ich auch etliche Bildbände erhalten und persönliche Aufzeichnungen aus ihrem Studium, das sie aus familiären Gründen abbrechen musste.“

Tante Elses Aufzeichnungen sind bestimmt in Hieroglyphen-Schrift“, witzelte Moritz.

Deine Tante tut mir leid“, sagte Mary, „sie hat ein typisches Frauenschicksal erlitten, wie es auch schon im alten Ägypten Gang und Gäbe war.“

Tante Else sagt, dass die Gottheit Sem Männer und Frauen gleichermaßen geliebt habe“, sagte Cilly.

Dann ist Sem bestimmt bi?“, warf Mary ein.

Das ist Gotteslästerung!“, schrie Lukas und sprang auf seinen Stuhl. Er imitierte Justin Bieber und tat wie der, als würde er was rausholen.

Leute, ich hab’s“, sagte Titus nach einer Weile, „Antisemismus ist Gotteslästerung. Wer Sem und die alten Ägypter, die an Sem glaubten, beleidigte, war ein Antisemist. Ihm drohte die Todesstrafe, die es damals noch gab.“

Was haltet ihr davon, wenn wir unsere Arbeit im „Thoreau“ fortsetzen“, fragte Lukas, der seinen Stuhl als Sitzmöbel wieder entdeckt hatte.

Ich muss zur Musikschule“, sagte Cilly.

Und ich“, sagte Moritz, „muss zum Training.“

Kann man glauben“, sagte Titus. „Klaviere und Fußbälle passen schlecht zusammen. Aber wie geht’s dann weiter?“

Jeder versucht jetzt auf seine Weise Klarheit in das Thema Antisemismus zu bringen. In das, was wir zusammen gekriegt haben“, sagte Lukas, „bringen wir dann eine gemeinsame Linie rein. Bis Donnerstag zum Arbeitstreffen im „Thoreau“ um 16.00 Uhr.“

III.

Guten Morgen“, sagte Herr Treide. „Wie immer hattet ihr ein Thema für ein Impulsreferat vorzubereiten. Welche Ausrede hast du vorzubringen, Titus, dass du unvorbereitet bist. Etwa weil du die letzte Stunde gefehlt hast?“

Wie meinen Sie das, Herr To, Herr Treide?“

So oft, wie du einen auf krank machst, kann es sich doch nur um Gefälligkeitsatteste handeln.“

Wenn Sie das meinen, Herr Treide, „mein Arzt ist nicht schwul. Natürlich bin ich vorbereitet. Unter uns Schülern gibt es noch Solidarität, die Sie nur aus dem Geschichtsbuch kennen.“

Ich bin gespannt“, sagte Treide.

IV.

Thema: Antisemismus. Wenn menschliche Äußerungen als antisemistisch bezeichnet werden, bezichtigt man die Personen des Antisemismus und verurteilt sie, weil sie eine altägyptische Gottheit und ihre heutigen Nachfolger herab würdigen.

Das Wort Antisemismus leitet sich her von Sem. Sem ist die Bezeichnung für eine altägyptische Gottheit. Im Laufe der Zeit hat es unterschiedliche Zeichen (Hieroglyphen) für die Gottheit Sem gegeben, die auch Dem genannt wird, was auf eine schwarzafrikanische Herkunft hinweist. Auf Grabbeigaben findet sich häufig beim Namen Sem der Zusatz: Der seine Feinde zu Fall bringt.

Immer wieder sind heutige Sem-Glaubens-Institutionen schnell bei der Hand, Menschen, die die Gewalttaten der altägyptischen Gottheit Sem kritisieren, als Antisemisten abzustempeln und zu beschimpfen. Häufig wird auch behauptet, dass die Sem-Kritiker sehnlichst herbei wünschen würden, dass alle gläubigen Semisten bei der nächsten Überschwemmung des Nils elendiglich ersaufen sollten.

Die Deutsche Semisten-Sektion fordert deshalb seit Langem ein Berufsverbot für deutsche Antisemisten in öffentlichen Verwaltungen und an den deutschen Hochschulen. Dort hätten wissenschaftlich begründete antisemistische Positionen überhand genommen, was mit einer Antisemismus-freien Wissenschaft und Lehre nicht länger vereinbar wäre.

Anlässlich des Besuchs des derzeitigen ägyptischen Staatspräsidenten al Darth Vad pik Assi in Berlin …“

Der heißt anders“, unterbrach Herr Treide Titus‘ Vortrag.

Wie denn?“, fragte Titus verwirrt.

Das tut hier nichts zur Sache“, antwortete Treide.

Anlässlich des Besuchs des derzeitigen ägyptischen Staatspräsidenten“, fuhr Titus fort, „der genaue Name tut hier nichts zur Sache, erklärte die Kanzlerin im Winter 2017, dass sie …“

Moment mal!“ Mary tritt nach vorn, in ungewöhnlicher Weise, nämlich mit einem dunkelblauen Kostüm bekleidet, und stellt sich neben den Redner, ihre beiden Hände zum typischen Sem-Zeichen, dem „Haus der Liebe Zeichen“, zusammengefügt, acht ineinander verschränkte Finger und die beiden Daumen, die ein Dach bilden.

Zeigt das „Haus der Liebe Zeichen“, zeigt, dass Sem euer Liebster ist“, schreit sie in die Menge. „Sem – Sem – Sem“, schallt es durch den Raum und fliegen die verschränkten Hände rauf und runter.

Ein paar Semmeln wär’n mir lieber“, flüstert einer.

Mary schaut streng in seine Richtung, das Sem-Zeichen demonstrativ vor sich her zeigend: „Meine Damen und Herren, die Lage ist gut und alternativlos. Ich verweise, meine Damen und Herren, mit Nachdruck auf die langjährige deutsch-ägyptische Freundschaft, die – wenn man so will – gewissermaßen einige Tausendjährige Reiche überstanden hat und zu der es keine Alternative gibt.“

Ha, ha“, ruft Moritz von hinten und hält ein Pappschild hoch, auf dem die beiden Großbuchstaben H.H. stehen, und darunter ebenso groß: 88.

Moritz skandiert: „H., H., Hieroglyphen“, „88, Tausend Jahr! H., H., Hieroglyphen, 88, Tausend Jahr!“

Lass diese unqualifizierten Zwischenrufe“, sagt Treide.

Moritz hält ihm still das Schild entgegen. Dann lässt er es fallen, fügt seine Hände zum Sem-Zeichen und hält es Mary K. wie ein Kreuz entgegen.

Halte ein“, spricht er.

Aber da hatte Mary Kanzler sich schon wieder gefangen und ließ es an Ernst nicht mangeln.

Es gehört zur natürlichen deutschen Staatsräson“, sagte sie, „den ägyptischen Staat und seine Repräsentanten vor ungerechtfertigten Antisemismus-Angriffen in Schutz zu nehmen.“

Genau das wollte ich auch sagen“, sagte Titus, der blitzschnell in seine neue Rolle geschlüpft war und jetzt wie ein typischer Sandsteinmeier daher kam. Statt eines Brettes hatte er einen Mauerstein vor der Stirn und trug nichts auf dem Kopf.

Darf ich vorstellen“, sagte Mary Kanzler, die von ihrem Sem-Zeichen nicht lassen konnte. „Kollege Bundesaußenministergeheimdienstpräsident. Wegen der Schuldenbremse übernimmt er nun auch noch den Vorsitz der Semistischen Partei Deutschlands.“

Ich bin einer von euch“, sagte Sandsteinmeier, „wenn ihr stramm semistisch-deutsch bleibt. Anders geht es nicht. Das heutige Deutschland muss sich seiner historischen und aktuellen Verantwortung bewusst sein. Es hat zusammen mit den britischen Sem-Imperialisten in den 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts die ägyptischen Kunstschätze vor den Zugriffen von Kunsträubern gerettet und in die sichere deutsche bzw. britische Heimat überführt, wo sie der europäischen Verantwortung entsprechend der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Deshalb müssen wir alle Forderungen nach Rückgabe der altägyptischen Kunstschätze an Ägypten als antisemistisch zurückweisen.

Genau das wollte ich auch sagen!“ Mary Kanzler unterbrach den Kollegen Ämterhäufung.

Das ägyptische Weltkulturerbe ist es wert“, sagte sie, „überall dort präsent zu sein, wo es vor antisemistischen Angriffen geschützt ist. Ohne Wenn und Aber verteidigt Deutschland überall auf der Welt das Weltkulturerbe. Wir haben da unsere militärischen Spezialkräfte, die auch vor Drohneneinsätzen zur Rettung bedrohter Sem-Gottheiten nicht verzagen. In erster Linie aber gilt es, der marktwirtschaftlich-demokratischen Verwertung der altägyptischen Kunst- und Kulturschätze den Weg zu bereiten. Allen antisemistischen Verleumdungen zum Trotz wissen wir die semistischen Kunstschätze Ägyptens bei deutschen Sponsoren in guten Händen, wenn wir sie zeitweise zur Dekoration der Konzernzentralen zur Verfügung stellen. Mit den Leihgebühren finanzieren die deutsche und die ägyptische Regierung die gemeinsamen anti-antisemistischen Polizeireserven, die die Spreu vom Weizen trennen – ob am Nil oder am Rhein, Sauberkeit muss sein.“

Mary Kanzler setzte sich neben Titus ans Pult.

Es herrscht eine angespannte Ruhe. Aber da wird die Tür aufgerissen. Eine arabisch gekleidete Putzfrau betritt den Raum und knallt die Tür hinter sich zu. Sie beginnt mit einem Strohbesen die Klasse zu fegen.

Von wegen Sauberkeit“, sagt sie.

Die Putzfrau hat über ihren Kopf eine Nofretete-Maske gestülpt.

Das ist Cilly“, sagt eine Schülerin.

Wenn du alles verrätst, hätte ich die Maske auch gleich weglassen können“, sagt Cilly, „dann hätte mich vielleicht keiner erkannt. Aber du bist nicht die Erste, die eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Nofretete und mir festgestellt hat. Ich muss irgendwie irgendwas vom ägyptischen Semismus ausstrahlen. Ein Freund meiner Familie war Ägypter. Wenn er uns besuchen kam, brachte er mir fast immer ägyptische Bauklötze mit, von der Marke Semo-Play. Das werde ich nie vergessen. Ich liebte sie über alles. Es waren schwarze Pyramiden verschiedenster Größe aus Papyrus, die, einem geheimnisvollen Mechanismus folgend, wenn man mit ihnen rum hantierte, plötzlich aneinander hängen blieben, so dass bizarre Gebilde entstanden, die aber auch wieder aufgelöst und neu zusammen gesetzt werden konnten. Meine Tante hat mich gelehrt, dass man nicht hinter jedes Geheimnis kommen müsse, schon gar nicht, wenn es mit der ägyptischen Gottheit Sem zusammen hängt. Das meint Christo, der Verpackungskünstler, übrigens auch, was man demnächst im Londoner Hyde Park sehen kann.

Aber nun zu meinem Besen, mit dem ich hierher gekommen bin? Der Besen hat die symbolische Bedeutung des Kehraus der verkehrten Phrasen. Dass Politik und Gesellschaft jetzt endlich Respekt gegenüber anderen Kulturen und Meinungen haben und unterscheiden können zwischen einer unbequemen Ansicht Anderer, die man aushalten können muss, und dem gewalttätigen Handeln von Regierenden und Gruppen, die ihre Interessen rücksichtslos und mit kriegerischer Gewalt durchsetzen.“

Mary Kanzler erhob sich.

Hier muss ich aber mal ganz energisch einschreiten. Wenn von Gewalt die Rede sein soll, dann ist ja wohl die ehemalige ägyptische und weltweit verbreitete Muslim-Bruderschaft an hervorragender Stelle zu nennen. Dass ihr antisemistischer Aufstand und die damit verbundene so genannte arabische Revolution des Jahres 2011 niedergeschlagen werden konnten, haben wir ausdrücklich begrüßt. Ich kann nur alle links-rechts Sympathisanten des Antisemismus und eines arabischen Frühlings in Deutschland davor warnen, ihren antisemistischen Träumen freien Lauf zu lassen. Die können nur im Gefängnis enden. Es gehört zu Deutschland, das betone ich noch einmal ganz ausdrücklich, dass wir von unseren Bürgerinnen und Bürgern erwarten, dass sie uns in der Liebe zum ägyptischen Volk und zu seinen Führern in uneingeschränkter Treue folgen. Deshalb darf es auch kein Zaudern in der Herzlichkeit gegenüber dem ägyptischen Staatspräsidenten geben. Er hat den Respekt verdient, der ihm als 175. direkten Nachfolger des altägyptischen Sem zu kommt, der als König und Gott zugleich die natürliche Einheit von Volk, Herrscher und Gottheit verkörpert.“

Ist die denn noch zu retten“, schrie Lukas von seinem Platz in den hinteren Reihen und stürmte nach vorne zum Lehrertisch, an dem Titus und Mary saßen.

Als Lukas los schrie, sprang Treide erregt von seinem Stuhl auf, den er nach rechts in die Nähe der Fenster gerückt hatte. Aber Lukas‘ Ansturm schien er nicht gewachsen und so setzte er sich wieder hin und war froh, dass Lukas Halt am Kartenständer fand und ihn verschonte. Ein Kartenständer, ein Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges, der fast so alt war wie die Karten im Kartenraum der Schule. Beim Vorbereitungstreffen im „Thoreau“ hatte Cilly erzählt, dass sie in der Schule keine Landkarte gefunden hätte, in die der Suez-Kanal eingezeichnet gewesen wäre.

Das ist purer Antisemismus, was die hier macht, wenn sie diesen Militärdiktator auf eine Stufe mit Sem stellt“, rief Lukas in den Raum. „Dieser Assi aus Ägypten missbraucht den Sem doch brutal für seine Image-Verbesserung und seine Herrschaftssicherung.“

Lukas zog ein Stück Papier aus der Tasche. „Hier! Ich hab die Assi-Rede schwarz auf weiß.“

Aufhören, Lukas, aufhören“, sagte Treide mit ruhiger Stimme, „Mensch Lukas, deine antisemistischen Tiraden kann doch keiner mehr ertragen!“

Lukas gab Moritz, der zwischen den anderen Schülern saß, ein Zeichen und Moritz begann zu skandieren:

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem, wer ist denn hier plemplem? Und alle!“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem, wer ist denn hier plemplem?“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem, wer ist denn hier plemplem?“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem – Sem – wer ist denn hier plemplem?“

Als sich die Tür öffnete, wurde es schlagartig still. Die Schüler*innen nahmen ihre Plätze wieder ein. Der Schulsozialpädagoge schaute herein. „Ah, ein Rollenspiel“, sagte er, als er Nofretete erblickt hatte, „dann ist ja alles in Ordnung“, und verschwand.

Mary Kanzler nutzte die entstandene Ruhe und trat, die Hände zum Sem-Zeichen gefaltet, vor die Gruppe.

Ich glaube, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage: Mögen die altägyptischen Gottheiten und Königinnen, die in deutschen Museen Aufnahme gefunden haben, in Gottes Namen nun dort ihre Ruhe finden, auch wenn sie auf ihre vertraute Umgebung, die Pyramiden und den Nil, verzichten müssen. Ich bin überzeugt davon, dass Spree und Havel sowie der Berliner Funkturm für die ägyptischen Kostbarkeiten ein lebenswertes Ensemble bilden. Das müssen die ägyptischen Oppositionsgruppen, die sich auch in Deutschland immer wieder mit ihren antisemistischen Hassparolen melden, endlich einsehen. Mit den Waffenlieferungen werden wir unserer historischen Verantwortung für das Wohlergehen Ägyptens gerecht. Und Schluss endlich sollten wir nicht von Militärdiktatur sprechen. Diese Vorwürfe sind antisemistisch motiviert. Diktatur und Demokratie liegen oftmals ganz eng zusammen und haben doch nichts miteinander zu tun, wie wir in unserem ehemals geteilten Vaterland, äh, Heimatland, 45 Jahre lang schmerzlich erfahren mussten.“

Das Gastrecht gebietet es“, sagte Titus, „dass ich nun dem ägyptischen Staatspräsidenten, der sich mir als „al Darth Vad pik Assi“ vorgestellt hatte, das Wort erteile.“

Neben ihm erhob sich Lukas, wegen einer Tutanchamun-Maske als Staatspräsident leicht zu erkennen, und sprach:

Brüder und Schwestern, heute feiern wir den Geburtstag von Sem, der die Bestrebungen des ägyptischen Volkes nach Unabhängigkeit und Würde verkörpert. Deshalb waren die Ägypter ihm in all den Jahrhunderten völlig treu, eine Art Loyalität, die endlos ist und die sich auch nach seinem Tod fortgesetzt hat. Sein Name ist weiterhin ein Symbol für die Ägypter, die sich darüber freuen – allen antisemistischen Störungen zum Trotz – ihre Zukunft, ihr Schicksal und ihre deutschen Kleinwaffen souverän in den Händen zu halten.

Freundinnen und Freunde, Sem trug Verantwortung in Zeiten von Revolutionen. Er schaffte es, der Hegemonie fremder Mächte ein Ende zu setzen. Sein Charisma wirkte weit und inspirierte Befreiungsrevolutionen auf der ganzen Welt. Damit wurde Sem zu einem Weltsymbol für die Prinzipien der Würde, der Unabhängigkeit und der Blockfreiheit.

Sem, das müsst ihr wissen, glaubt an das Potential und die Fähigkeiten des großen Ägypten, die Kolonialisierung zu bekämpfen und zu unseren Gunsten umzudrehen, nicht nur in unserer Nation, sondern bei allen anderen Völkern auf der Mutter Erde.

Großes Volk von Ägypten, Volk der Deutschen, wir ergreifen diese Gelegenheit, unserem geliebten Sem Tribut zu zollen und alle antisemistischen Angriffe, woher sie auch immer kommen mögen, von ihm und von euch abzuwenden. Wir wollen unser Bestes tun, um die höchsten Interessen Ägyptens und Deutschlands zu verwirklichen. So konnten unsere Rüstungseinfuhren – vor allem mit deutscher Hilfe – in den letzten drei Jahren verfünffacht und Ägyptens Sicherheit und Stabilität hoch gehalten werden.

Möge Sem Ägypten auf dem Weg der Güte und des Fortschritts leiten und bewahren. Möge der Friede, die Barmherzigkeit und der Segen Sems mit euch sein.“

Mary Kanzler erhob sich unter Tränen. Schluchzend sprach sie, die zitternden Hände zum Sem-Zeichen geformt: „Ich ernenne Sie, hoch verehrter Daddel al Assi, zu unserem Großen Antisemismus-Beauftragten, ehrenhalber und mit Großem Verdienstkreuz am Schulterband, mit Adler handgestickt. Treffender als Sie, verehrter Präsident, kann keiner die deutsch-ägyptischen Befindlichkeiten und unsere Liebe zu Sem und zu Ägypten ausdrücken.“

Titus legte Assi-Lukas eine dunkelrote Schärpe um den Hals und alle Anwesenden applaudierten. Tollpatsch hatte sie ihm gereicht. Es war eine Fenstergardine, die kürzlich bei einem Gerangel runter gerissen worden war und auf der Fensterbank gelegen hatte.

V.

Die Schulklingel verkündete das Ende der Unterrichtsstunde. Die Schüler*innen bildeten eine schweigende Gasse, durch die Herr Treide zur Tür schritt und verschwand. Die fünf Akteur*innen packten ihre Requisiten zusammen und trugen sie ins Büro der Schüler*innen-Vertretung. Den Rest der Pause verbrachten sie schweigend. Als es zur nächsten Stunde läutete, standen sie wortlos auf und umarmten sich gegenseitig.

In den folgenden Unterrichtsstunden fiel von den Lehrer*innen nicht ein Wort zum Antisemismus-Referat im Unterricht vom Kollegen Treide. Auch die Schülerinnen und Schüler sagten nichts dazu. Es war, als ob sich alle verschworen hätten, die Sache als großes Geheimnis zu behandeln oder wie ein unerhörtes Ereignis, das Einem die Sprache verschlägt.

Zwei Tage vor der nächsten Stunde mit Treide trafen sich Cilly, Mary, Titus, Lukas und Moritz im „Thoreau“.

Es ist wie die Ruhe vor dem Sturm“, sagte Cilly.

Wir werden sehen“, sagte Titus.

VI.

Guten Morgen“, sagte Herr Treide. „In der letzten Stunde haben wir einen ungewöhnlichen Vortrag erlebt. Ihr werdet bemerkt haben, dass ich zunächst ziemlich empört war, aber dann konnte ich mich der Spannung nicht entziehen. Meine Vorbehalte wichen einer anerkennenden Faszination. Und als ihr dann noch schweigend ein Spalier bei meinem Abgang zur Tür gebildet habt, da spürte ich, dass wir alle etwas gelernt haben. Meinen Kollegen habe ich nichts erzählt. Aber gestern habe ich mich unter einem Vorwand mit drei Kollegen aus dem Fachbereich getroffen und wir haben uns mit der Antisemismus-Definition der Bundesregierung auseinander gesetzt und eine Stellungnahme erarbeitet. Ach, ehe ich es vergesse, natürlich bekommt ihr, Cilly, Mary, Titus, Lukas und Moritz, ein Sehr gut für eure Präsentation des Themas Antisemismus.“

Die Schüler*innen klatschten Applaus und trommelten auf den Tischen.

Treide fuhr fort: „Unsere Kritik an der Antisemismus-Definition der Bundesregierung fassen wir so zusammen: Als Lehrerinnen und Lehrer, die sich sozialwissenschaftlichen Standards verpflichtet fühlen, weisen wir die Feststellungen in der Antisemismus-Definition der Bundesregierung als unwissenschaftlich zurück und stufen sie als Politpropaganda ein. Antisemismus zeige sich im Hass gegenüber Ägyptern oder Sem-Gläubigen. Mit dem Begriff „Hass“ führt die Bundesregierung aber ein Kriterium ein, dessen emotionale Bandbreite rational nicht erschlossen werden kann, so dass es für Antisemismus-Vorwürfe völlig ungeeignet und ein Missbrauch vorprogrammiert ist.“

Es kommt einem so vor“, sagte Mary, „als ob alle Ägypten-kritischen Stimmen mundtot gemacht werden sollen.“

Für mich praktiziert die Bundesregierung hier eine ganz besondere Form von Rassismus, wenn sie auf der Grundlage willkürlicher Festlegungen die Kritik am ägyptischen Staat als antisemistischen Terror diffamiert“, sagte Moritz.

Und was ist, wenn ich diesen arschgeigigen ägyptischen Staatspräsidenten und Militärdiktator kritisiere?“, regte sich Lukas auf und rückte unruhig auf seinem Stuhl hin und her.

Bleib sitzen, Lukas“, sagte Treide, „dann ist das in jedem Fall antisemistisch.“

Aber der alte Sem“, sagte Cilly, „ist nach heutigen Begriffen doch auch nichts Anderes als ein autoritärer Gewaltherrscher gewesen und beim Semismus haben wir es mit einer ausgeklügelten Hieroglyphen-Propaganda zu tun, die bis heute Wirkung zeigt.“

Womit wir wieder im Hier und Jetzt angekommen wären, sagte Herr Treide. „Mein Vorschlag ist, wir bauen die Szenen des Vortrags zu einer kleinen Theateraufführung aus und bewerben uns mit unserem „Antisemismus-Theater“ beim internationalen ForumTheater Workshop, den das Friedenszentrum in den Sommerferien veranstaltet. Ich bin mir sicher, dass wir die Zuschauer*innen mit unserem aufklärerischen Theaterstück begeistern werden.“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem – wer ist denn hier plemplem?“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem – wer ist denn hier plemplem?“

Sem, Dem, Dem, Sem, Dem, Dem – Sem – wer ist denn hier plemplem?“

(Textfassung vom 10.04.2018)

Bernhard Nolz (*1944) ist Friedenspädagoge, Lehrer i.R., Aachener Friedenspreisträger, Träger des Preises für Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung. Er leitet ehrenamtlich das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) und die Initiative Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) und ist Vorsitzender der Gesellschaft für Friedenserziehung e.V.

0271-23568535 / 0171-8993637 / nolzpopp@web.de / www.friedenspaedagogen.de