Zum Antikriegstag – Für Frieden und Völkerverständigung

Für Frieden und Völkerverständigung

Zum Antikriegstag (1. September) erheben die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) und das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) gemeinsam ihre Stimme für Abrüstung und Frieden in der Welt.

Die beiden Organisationen fordern die Bundesregierung (CDU/CSU/SPD) auf, den Wehretat nicht weiter zu erhöhen, sondern stattdessen mehr Geld zur Verfügung zu stellen für den Umweltschutz, für den sozialen Wohnungsbau, für die Bildung und für die Alten- und Krankenpflege. Die Mehrausgaben in diesen Bereichen kämen allen Menschen in den Kommunen zugute und sicherten die Zukunft unserer Kinder.

Bernhard Nolz, ehrenamtlicher Sprecher beider Organisationen: „Wir sind besorgt über die Kriegsvorbereitungen Deutschlands und der anderen NATO-Staaten gegen Russland. Viele Menschen und Organisationen im Siegerland, wozu auch das ZFK gehört, haben sich seit Jahrzehnten um den Abbau von Feindbilder bemüht und sich für die Völkerfreundschaft eingesetzt, insbesondere auch mit Russland. Deshalb erwarten wir von der Bundesregierung, dass sie umgehend die Sanktionen gegen Russland beendet und den freien Reiseverkehr wieder herstellt.“

Im Hinblick auf die Verantwortung für eine friedliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen verlangen die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden zum Antikriegstag 2018 von der Bundesregierung, dass sie nun endlich die Bestimmungen der Kinderrechtskonvention einhält und nicht länger Kinder bzw. Jugendliche als Soldaten bei der Bundeswehr aufnimmt.

Bernhard Nolz: „Diese Missachtung des Völkerrechts muss ein Ende haben. Als Friedenspädagoge wünsche ich mir darüber hinaus, dass die Bundeswehr ihre Werbeveranstaltungen an den Schulen für Kriegseinsätze und für den Dienst mit der Waffe zukünftig unterlässt.“

Solidarität mit Stefanie Carp und der Ruhrtriennale 2018

Pressemitteilung

Solidarität mit Stefanie Carp und der Ruhrtriennale 2018

Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) sowie die verschwisterten Organisationen Zentrum für Friedenskultur (ZFK) Siegen und Dunkelcafé Siegen weisen entschieden die gegen die Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp erhobenen Vorwürfe des Antisemitismus zurück.

In Solidarität mit Frau Carp erheben wir unsere Stimme für die Befreiung des palästinensischen Volkes, solange das israelische Besatzungsregime in Palästina besteht und die israelischen Kriegsverbrechen fortgesetzt werden.

Die Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) unterstützen die „Zwischenzeit?“ genannte Programmatik der Ruhrtriennale 2018. Seit 30 Jahren kämpfen wir mit friedlichen Mitteln um genau das, was die Ruhrtriennale folgender Maßen beschrieben hat: „Spätestens jetzt hat jede*r begriffen, dass die Forderungen nach Beteiligung, Gleichheit und Freiheit keine Frage eines politischen Geschmacks sind, sondern eine Frage des zivilisierten Überlebens.“

Wie wir der Presse entnehmen konnten, wurden die Eröffnungsrede von Nikita Dhawan und die Performance von William Kentridge „The Head and the Load” begeistert aufgenommen und es wurden eindrückliche Zeichen für Frieden und Gerechtigkeit gesetzt. Die nationale und internationale Anerkennung ist schon jetzt der Ruhrtriennale 2018 gewiss.

Nach seiner Besuchsverweigerung hat es NRW-Ministerpräsident Armin Laschet umso schwerer, den Grundsatz der kulturellen Vielfalt, die die Kulturpolitik des Landes Nordrhein-Westfalen Jahrzehnte lang geprägt hat, glaubwürdig bei seinem Besuch im Apartheid-Staat Israel vertreten zu können und sich für ein Ende der kulturellen und politischen Unterdrückung der Palästinenser*innen einzusetzen.

Bernhard Nolz

Sprecher der Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF)

nolzpopp@web.de www.friedenspaedagogen.de

0271-23568535 / 0171-8993637