Erasmus Schöfer – Urgestein der Literatur der Arbeitswelt – am 30.10.2016 vorgestellt im Literaturcafé

 

Erasmus Schöfer – ein Urgestein der Literatur der Arbeitswelt

Im Literaturcafé des ZFK werden Erasmus Schöfer (Jg. 1931), Mitgründer des gewerkschaftlichen “Arbeitskreises Literatur der Arbeitswelt”, und sein Lebenswerk vorgestellt.

Schöfers Literaturcafé findet am Sonntag, 30. Oktober 2016 um 15.00 Uhr im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt.

Als Referentin – und auch das ist schon eine kleine Sensation für den Literatur Nachmittag – konnte Marianne Walz gewonnen werden. Sie ist die Gründerin und Vorsitzende des “Freundesvereins Erasmus Schöfer”. Sie sieht einen wesentlichen Grund für die Vernachlässigung des Autors in der öffentlichen Aufmerksamkeit darin, dass im “gegenwärtigen Wirtschaftssystem die Priorität beim merkantilen Gewinn” liegt. Die künstlerischen und sozialen Aspekte, durch die Schöfers Werk erst hervorgebracht werden konnte, werden missachtet.

Mit Spannung kann deshalb erwartet werden, welchen Blick die Referentin, die in der DDR aufgewachsen ist, auf das Werk des westdeutschen Autors Erasmus Schöfer, der westdeutsche Zustände beschreibt, eröffnet.

In seinem vierbändigen Romanwerk Die Kinder des Sisyfos beschreibt Erasmus Schöfer, der in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden ist, detailversessen die sozialen Bewegungen in der BRD, vom (vergeblichen) Widerstand gegen die Notstandsgesetze über den (erfolgreichen) Widerstand gegen das Atomkraftwerk in Whyl im Jahr 1968 bis zum Widerstand gegen die Startbahn West und dem Ende des “Realsozialismus” Ende 1989.

Seine Hauptfiguren bewegen sich glaubwürdig mit ihren privaten und politischen Wünschen und Vorstellungen in diesem Auf und Ab von Gesellschaftsveränderungen zwischen Enttäuschungen und Zukunftshoffnung – wie wir alle.

 

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