Kategorie-Archiv: Literaturcafé

Spielfilm: Themba – Das Spiel seines Lebens

 

Spielfilm: Themba – Das Spiel seines Lebens

Am Abschluss des ersten Tages der Afrika-Tagung (Freitag, 4.11.) steht um 18.00 Uhr die öffentliche Filmvorführung von Themba – Das Spiel seines Lebens. Gezeigt wird der preisgekrönte Spielfilm, bei dem es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Lutz van Dijk handelt, im Siegener KrönchenCenter. Der Eintritt ist frei.

„Im Mittelpunkt der berührenden Mischung aus Coming-of-Age, Sportfilm und Sozialdrama aus der Post-Apartheid-Ära Südafrikas steht die packende Geschichte von Themba, eines HIV-infizierten Jungen, für den die knallharte Fußballwelt den einzigen Ausweg bietet, seinem Elend zu entkommen. Ein authentisch engagiertes und aufrüttelndes Fußballmärchen.“ (programmkino.de)

Buchautor Lutz van Dijk kann bei der Filmvorführung am 4.11. nicht dabei sein. Wer ihn in Siegen erleben möchte, hat dazu am 2. und am 5. November im KrönchenCenter Gelegenheit. Am 2.11. um 18.00 Uhr eröffnet Lutz van Dijk die Ausstellung „African Kids“ und präsentiert sein gleichnamiges Buch. Die Veranstaltung ist öffentlich und eintrittsfrei.

Am 5.11. hält Lutz van Dijk im Rahmen der Afrika-Tagung einen Vortrag über das Leben von Kindern und Jugendlichen in Südafrika. Wer daran teilnehmen möchte, wird gebeten, sich per eMail nolzpopp@web.de anzumelden.

 

Erasmus Schöfer – Urgestein der Literatur der Arbeitswelt – am 30.10.2016 vorgestellt im Literaturcafé

 

Erasmus Schöfer – ein Urgestein der Literatur der Arbeitswelt

Im Literaturcafé des ZFK werden Erasmus Schöfer (Jg. 1931), Mitgründer des gewerkschaftlichen “Arbeitskreises Literatur der Arbeitswelt”, und sein Lebenswerk vorgestellt.

Schöfers Literaturcafé findet am Sonntag, 30. Oktober 2016 um 15.00 Uhr im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt.

Als Referentin – und auch das ist schon eine kleine Sensation für den Literatur Nachmittag – konnte Marianne Walz gewonnen werden. Sie ist die Gründerin und Vorsitzende des “Freundesvereins Erasmus Schöfer”. Sie sieht einen wesentlichen Grund für die Vernachlässigung des Autors in der öffentlichen Aufmerksamkeit darin, dass im “gegenwärtigen Wirtschaftssystem die Priorität beim merkantilen Gewinn” liegt. Die künstlerischen und sozialen Aspekte, durch die Schöfers Werk erst hervorgebracht werden konnte, werden missachtet.

Mit Spannung kann deshalb erwartet werden, welchen Blick die Referentin, die in der DDR aufgewachsen ist, auf das Werk des westdeutschen Autors Erasmus Schöfer, der westdeutsche Zustände beschreibt, eröffnet.

In seinem vierbändigen Romanwerk Die Kinder des Sisyfos beschreibt Erasmus Schöfer, der in diesem Jahr 85 Jahre alt geworden ist, detailversessen die sozialen Bewegungen in der BRD, vom (vergeblichen) Widerstand gegen die Notstandsgesetze über den (erfolgreichen) Widerstand gegen das Atomkraftwerk in Whyl im Jahr 1968 bis zum Widerstand gegen die Startbahn West und dem Ende des “Realsozialismus” Ende 1989.

Seine Hauptfiguren bewegen sich glaubwürdig mit ihren privaten und politischen Wünschen und Vorstellungen in diesem Auf und Ab von Gesellschaftsveränderungen zwischen Enttäuschungen und Zukunftshoffnung – wie wir alle.

 

Friedensdemo “Die Waffen nieder!” am 8.10. in Berlin

 

Aufruf zur Friedensdemo am 8.10. in Berlin

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

wir rufen euch zur Teilnahme an der Friedensdemo “Die Waffen nieder!” auf. Der Titel stammt von Bertha von Suttner, die mit ihrem gleichnamigen Roman die Menschen für den Frieden begeistern, aber die verantwortlichen Politiker nicht vom 1. Weltkrieg abhalten konnte. Heute muss uns das gelingen! Kommt zur Demo nach Berlin und unterstützt unsere Friedensarbeit im Siegener Zentrum für Friedenskultur.

Infos: www.friedensdemo.org

Wolfgang Popp und Bernhard Nolz

Zur Teilnahme an der Friedensdemo „Die Waffen nieder!“ am 8. Oktober in Berlin rufen das Siegener Zentrum für Friedenskultur (ZFK) und die Siegener Pädagoginnen und Pädagogen für den Frieden (PPF) auf. PPF gehört zu den Erstunterstützern des Aufrufs, in dem es u.a. heißt:

„Die Waffen nieder! Kooperation statt NATO-Konfrontation. Abrüstung statt Sozialabbau. Die aktuellen Kriege und die militärische Konfrontation gegen Russland treiben uns auf die Straße. Deutschland befindet sich im Krieg fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Das Geschäft mit dem Tod blüht. Dieser Politik leisten wir Widerstand. Die Menschen in unserem Land wollen keine Kriege und Aufrüstung – sie wollen Frieden. Die Politik muss dem Rechnung tragen.“

PPF-Sprecher und Friedenspreisträger Bernhard Nolz: „Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Millionen von Kriegsflüchtlingen brauchen unsere Unterstützung. Der Krieg muss gestoppt werden, damit sie in ihre Heimat zurückkehren und sich am Wiederaufbau beteiligen können. Um der Kinder willen fordern wir alle Kriegsbeteiligten zum sofortigen Frieden auf.“ Information: www.friedensdemo.org

PS: Literaturcafé am Sonntag Nachmittag, 25. September 2016, 15.00 Uhr. Wolfgang Popp stellt den Skandalschriftsteller Hans Henny Jahnn vor.

 

Literaturcafé am 25.09.2016 – Hans Henny Jahnn – ein politischer Skandalautor

 

Literaturcafé am 25.09.2016 – Programmänderung

Hans Henny Jahnn – ein politischer Skandalautor

In Abänderung des Programms stellt Prof. Dr. Wolfgang Popp am 25. September 2016 um 15.00 Uhr seinen Lieblingsautor Hans Henny Jahnn vor. Die Lesung findet im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt.

Unter dem Motto „Es ist, wie es ist, und es ist fürchterlich“ wird der weithin unbekannte Schriftsteller Hans Henny Jahnn (1894 – 1959) vorgestellt.

Hans Henny Jahnn zählt in der Literaturgeschichte zu dem “produktivsten deutschen Außenseitern des 20. Jahrhunderts”. Als solcher tat er sich vor allem durch seine Romane hervor, die gekennzeichnet sind durch die Thematisierung von Sexualität und Gewalt. Dabei spielen durchweg skandalöse Männerfreundschaften eine dominante Rolle. Kulturpolitisch war er aktiv bei der Gründung der deutschen Abteilung des internationalen PEN-Clubs, in den 20-er Jahren Präsident des Kartells Hamburger Künstlerverbände und nach 1950 Mitbegründer und Präsident der Freien Akademie der Künste Hamburg. Seine Werke wurden von den Nazis verboten, er emigrierte auf die dänische Insel Bornholm. Nach dem Krieg engagierte er sich in der Bewegung gegen die Atomrüstung und Atomwirtschaft. Sowohl in der literarischen Welt wie in den Medien wurde er ebenso verteufelt wie hoch gelobt.

Zentrum für Friedenskultur (ZFK), 0271-20596

 

Lesung – 9/11twenty16 – Von der Suche nach einem verschollenen Film

Literatur Extra Lesung

Sonntag 11. September 2016 15.00 Uhr

Zentrum für Friedenskultur (ZFK) Kölner Str. 11 Siegen-Oberstadt

9/11twenty16

Bernhard Nolz liest aus seiner Erzählung 9/11twenty16. Von der Suche nach einem verschollenen Film.

Die Anschläge von New York am 11.09.2001 haben auch in Siegen Spuren hinterlassen. Ein Dokumentarfilm über die damaligen Ereignisse gilt als verschollen. Bernhard Nolz hat die Filmhandlung rekonstruiert und in eine erfundene Rahmenhandlung eingebettet.

Zu den handelnden Personen gehören u.a. ein Lehrer, ein Student, ein Schüler, ein Bundestagsabgeordneter, ein Bundeskanzler, ein Rechtsanwalt, ein Professor und eine Pfarrerin.

Was war eigentlich los in Siegen nach dem 11. September 2001? Was wird heute von damals erzählt und was verschwiegen? Was zeigt der verschollene Film, den der Autor zu rekonstruieren versucht? Was hat die Spurensuche 2001 und 2016 ergeben?

Wer kann weiterhelfen bei der Suche nach der Wahrheit und der Annäherung an die Wirklichkeit?

 

Literaturcafé am Sonntag, 28. August 2016

 

Literaturcafé am Sonntag Nachmittag im ZFK

Abgründiger Humor und kritischer Widerstand: Irmtraut Morgner

Die Veranstaltungsreihe „Literaturcafé“ wird am 28. August 2016 um 15.00 Uhr mit der Vorstellung der Schriftstellerin Irmtraut Morgner fortgeführt. Olaf n. Schwanke stellt Irmtraut Morgner (1933 – 1990) vor, unter dem Motto „Humor als aktiver Widerstand gegen die Bedrohung“.

Abgründiger Humor und kritischer Widerstand gegen alles scheinbar Selbstverständliche waren in der Tat Kennzeichen der Literatur der eingefleischten DDR-Autorin Irmtraut Morgner. In Chemnitz in proletarischen Verhältnissen aufgewachsenen, musste sie sich den Zugang zur Literatur gegen viele Widerstände erkämpfen. An der Universität Leipzig studierte sie bei Hans Mayer und Ernst Bloch. Ihre epochalen Werke „Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura” (1975) und „Amanda. Ein Hexenroman” (1983) machten den Geschlechterkonflikt und die uneingelöste Gleichberechtigung der Frau in der DDR zum Thema. Sie wurden wegweisend für die darauf folgende vielfältige Weiterbearbeitung des Themas bei Schriftstellerinnen in der DDR wie in der BRD. Sie starb, einigermaßen verzweifelt an den Verirrungen der Frauenemanzipation ebenso wie am scheiternden Sozialismus, dessen Zusammenbruch sie nicht mehr erlebte.

Weitere Termine und AutorInnen des Literaturcafés 2016

25.09.2016: Hans Henny Jahnn

30.10.2016: Erasmus Schöfer

27.11.2016: Günther Anders

18.12.2016: Johan Galtung

Auskunft erteilt: Prof. Dr. Wolfgang Popp, 0271-20596

nolzpopp@web.de

www.friedenspaedagogen.de

 

Elfriede Jelinek – Literatur-Nobelpreisträgerin

Elfriede Jelinek – Literatur-Nobelpreisträgerin
Vor der Sommerpause wird am Sonntag, 26. Juni 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag die Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek vorgestellt.
Unter dem von ihr formulierten Motto „ Als Frau machst du dann auch noch die Erfahrung, dass Intellekt den erotischen Wert schmälert“ wird sich Nils Wilkinson mit der Autorin und Vorkämpferin der Frauenemanzipation auseinander setzen.
Die Veranstaltung findet im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt.
Elfriede Jelinek (geb. 1946) ist Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2004 und spielt im westlichen Literaturbetrieb eine durchaus schillernde, umstrittene Rolle: Als scharfe und bis ins Zynische gehende Kritikerin der Männer-dominierten Politik und Gesellschaftsordnung gilt sie als Vorkämpferin der Frauenemanzipation. Als detailbesessene, realistische Schilderin weiblicher Lebenswelten gerät ihre Literatur leicht ins Pornografische und in den Ruch der Frauenverachtung.
In ihrer Art, sensibel auf jegliche gesellschaftliche Verwerfungen zu reagieren, schießt sie für viele oft übers Ziel hinaus, für andere ist genau ihre Radikalität ihr besonderes aus dem literarischen Alltag heraus ragendes Markenzeichen. Kennzeichen dafür sind ihre Romane “Die Liebhaberinnen” (1975), “Die Klavierspielerin” (1983), “Die Kinder der Toten” (1995), “Neid” (2007/2008) und andere.
Das Literaturcafé bietet ab 14.00 Uhr Kaffee und Kuchen und kalte Getränke zu günstigen Preisen.
Besuchen Sie auch unser Dunkelcafé – www.dunkelcafe-siegen.de
Reservierung: 0271-2367694

Bele Bachem – Literaturcafé am 29. Mai 2016

 

Märchen erzählt sie nicht, sondern ziemlich Reales über uns

Eine außergewöhnliche Autorin und bildende Künstlerin stellt Olaf n. Schwanke am 29. Mai 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag vor: Bele Bachem (1916 – 2005).

Die Veranstaltung findet im Zentrum für Friedenskultur (ZFK), Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt statt. Das Literaturcafé ist ab 14.00 Uhr geöffnet und bietet Kuchen, Kaffee und andere Getränke zu günstigen Preisen.

Bele Bachem, die vor 100 Jahren geboren wurde, gilt neben Unika Zürn als eine der wenigen bedeutenden Surrealistinnen der deutschen Literaturgeschichte. In Düsseldorf als Tochter eines bekannten Kunstmalers geboren, studierte sie in Berlin und macht sich bald einen eigenen Namen als Bühnenbildnerin für bekannte Theateraufführungen, später auch durch Plakatentwürfe und andere grafische Arbeiten.

Ihre Kunst wird von den Nazis als “entartet” verboten. Nach Kriegsende zieht sie nach München, was ihre zweite Heimat wird. In späteren Jahren schreibt sie eigene Texte und illustriert sie. Darunter “Ausverkauf im Wind” (1960), “Rosenwasser ausverkauft” (1977), “Von Sklaven der Liebe” (1980). Aus Anlass ihres 100. Geburtstages zeigt die Universitäts-Bibliothek Siegen eine Ausstellung ihres Werkes.

 

Ende der Fuchsjagd – Literatur mit Friedrich Kröhnke am 24.04.

 

Zurück vom Mondgebirge – Ende der Fuchsjagd

Ein besonderes Ereignis erwartet die BesucherInnen des Literaturcafés am Sonntag Nachmittag, dem 24. April 2016 um 15.00 Uhr.

Bei Kaffee und Kuchen stellt Crauss den Berliner Autor Friedrich Kröhnke vor, der im März dieses Jahres 60 Jahre alt geworden ist.

Und der Clou! Friedrich Kröhnke wird beim Literaturcafé anwesend sein und gemeinsam mit Crauss die Lesung gestalten.

Veranstaltungsort ist das Zentrum für Friedenskultur (ZFK) in der Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt.

Friedrich Kröhnke ist einer der bedeutendsten Autoren der Schwulen Emanzipationsbewegung der 80-er Jahre. Er schrieb so aufrührerische Texte wie „Knabenkönig mit halber Stelle“, „Was gibt es heute bei der Polizei?“ oder „Die Atterseekrankheit“. 2016 erschien sein jüngstes Buch „Ende der Fuchsjagd“, eine Sammlung älterer und neuerer Erzählungen.

Zum 10-jährigen Bestehen der Lesereihe im ZFK lautet das Motto: Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“, erlklärt der Organisator der Lesereihe, Prof. Dr. Wolfgang Popp. „Als Crauss vorschlug, Friedrich Kröhnke zu dessen 60. Geburtstag einzuladen, war ich gleich begeistert, den ich gehöre auch zu den Liebhabern von Kröhnkes Romanen.“

Friedrich Kröhnke gilt als feinsinniger Stilist. Seine Romane schwingen lange im Leser nach, stets beschreibt der Autor auch sein eigenes Leben, vor allem aber erzählt er Geschichten von der Liebe, von der Unrast des Neurotikers und vom Reisen, ohne wirklich anzukommen: einmal um die Welt und darüber hinaus.

In Kröhnkes Miniaturen und frühen Romanen geht es ums Erwachsenwerden, die erste sinnliche Begegnung mit Büchern, um die geröteten Wangen beim Verschlingen von allem, was man als Jugendlicher in die Hände kriegen kann. Es sind diese ersten Bücher, die eine unbestimmte Sehnsucht nach Ferne und nach großen Gefühlen wie in alten Filmen erzeugen. Und es ist der ältere Herr auf der Domplatte oder in der U-Bahn, der dem Füchschen zeigt, was es so gibt. Freilich, dieser Herr bleibt allzu oft allein zurück, enttäuscht, ein gealterter Stromer, dessen einzige Chance zu überleben jene ist, sich bald wieder auf den Weg zu machen mit einem neuen jungen Gefährten.

 

Literaturcafé mit Jean-Baptiste Molière

Literaturcafé am Sonntag 20. März 2016
Der französische Autor Jean-Baptiste Molière (1622 – 1673) wird am Sonntag, 20. März 2016 um 15.00 Uhr im Literaturcafé am Sonntag Nachmittag von Jürgen Simon vorgestellt.
Das Literaturcafé im Zentrum für Friedenskultur, Kölner Str. 11, Siegen-Oberstadt feiert im Jahr 2016 sein 10-jähriges Bestehen mit einer Lesereihe unter dem Motto „Kritiker der Gesellschaft – Literatur für Liebhaber“.
Jean-Baptiste Molière, der Lieblingsautor von Jürgen Simon, gehört zu den Gesellschaftskritikern des 17. Jahrhunderts. Als Autor, Schauspieler, Sänger,Tänzer und Schauspieldirektor spielte er von 1645 bis 1658 mit seinem “Illustren Theater” in den französischen Provinzen.
Diese Erlebnisse und Erkenntnisse befähigten ihn zur Kritik an Klerus, Staat, Höflingen und Adel. Er zog sich die Feindschaft der Devoten, des Adels und der Königin zu. Erst deren Sohn, Ludwig XIV., favorisierte ihn und ernannte die Truppe 1665 zur “Theatertruppe des Königs”.
Kein anderer französischer Klassiker wird heute noch so oft aufgeführt wie Molière. In Meisterwerken wie “Der Menschenfeind” oder “Schule der Frauen” erkennt man den Repräsentanten für die frühe Aufklärung, Freiheit, Kritik, Genie, Menschenfreundlichkeit und das Eintreten für die Emanzipation der Frauen.